Kalmückien

07 February, 2015 — Platschi

Unausweichlich breitet sich die Dunkelheit um uns herum aus. Unser Fahrer, ein junger Dagestane, fährt seit einer gefühlten Ewigkeit auf diese Straße, die aus dem Nichts zu kamen schien und ins Nichts zu führen scheint. Er ist ein junger, schnauzbärtiger Mann, der gerade die Familie in der fernen Republik Dagestan besuchen fährt. Seit Moskau ist er ununterbrochen auf den Straßen unterwegs, endlose Stunden auf grauenhaften Wegen durch die nimmer enden wollende Eurasische Steppe. Einzig das Fiepen der russischen Popsongs aus seinem an das Autoradio angeschlossenem USB-Stick bieten einige - wenn auch weniger angenehme - Abwechslung. Aufgegabelt hat er uns irgendwo bei Tambov, fast 500 km bevor Volgograd.

Weiterlesen...

Per Anhalter von Lettgallen nach Moskau (des Nachts)

17 December, 2010 — Platschi

Zugegeben, nach drei gescheiterten Versuchen, an der lettisch-russischen Grenze des Nachts kurz nach Mitternacht per Anhalter gen Moskau bzw. Riga weiterzukommen, sollte man eigentlich zur Vernunft gekommen sein und es dann vielleicht doch lassen.

Weiterlesen...

Moskaus wunderschöne Märchenwelt

05 April, 2010 — Platschi

Mit Streichhölzern in den Augen und gemäßigter Geschwindigkeit bewegen wir uns gen frühlingshaftes Berlin. Die Abenddämmerung tritt gerade ein, da fragen mich meine drei Chauffeure, ob ich nicht ihr Vehikel steuern möge. Man sei noch übermüdet vom Vorabend, Party in Amsterdam, und dann auch noch Frühschoppen auf den ersten Kilometern bis zur deutschen Grenze. So stellt man sich einen Wochenendtrip nach Berlin vor. Gerne übernehme ich also das Steuer, und alsbald bewegen wir uns wie Sternenstaub der weiten Galaxien entlang der Warschauer Allee.

Weiterlesen...

Aller Anfang ist schwer...

28 August, 2009 — Platschi

Unser glorreicher Plan, die Nacht durchzumachen und am Morgen um 6 Uhr gen Autobahn aufzubrechen, scheiterte natürlich grandios. Zu Danken ist dies nicht zuletzt Veras leckerem Weinmix - heißer Rotwein mit Tee und Apfel.

Wie dem auch sei, um 10 Uhr weckte mich Kamiel - Niederländer ebenso auf dem Weg nach Moskau - enthusiastisch mit dem Gedanken, nun doch per Anhalter aufzubrechen. Innerlich hatte ich mich eigentlich schon auf Montag morgen eingestellt, aber wer weiß, wie weit wir heute dann nicht gekommen wären. Und schließlich hatte ich ihn ja überredet, statt mit der öden Bahn per Anhalter zu reisen. Entsprechender Müdigkeit ist es auch zu verdanken, dass wir statt fünf Minuten 30 auf den Trolleybus gewartet haben, da wir es nicht verstanden in den ersten einzusteigen, und alle ankommenden Minibusse schon so überfüllt waren, dass wir mit unseren Rucksäcken sicher nur für Unmut gesorgt hätten. Natürlich gibt es in Novosibirsk auch mehr als einen "Wagsal" - Bahnhof - und so fuhren wir erst quer mit der Metro durch die Stadt zum falschen, ehe wir dann gut eine Stunde später den richtigen Minibus am richtigen Bahnhof erwischten, der uns raus aus der Stadt zur sagenumwobenen Trampstelle brachte.

Weiterlesen...