Angenehmer Surfen im Web mit Firefox

29 January, 2019 — Platschi

Der Mozilla Firefox ist ein freier und quelloffener Internetbrowser. Trotz einiger Macken immer noch zu empfehlen, erst recht im Vergleich zu den anderen Alternativen wie Chrome oder dem Internet Explorer.

Nach erfolgreicher Installation gilt es meistens, erst einmal einige wichtige Standardeinstellungen zu ändern sowie zwei wichtige Add-Ons zu installieren. Achtung: Die Einstellungen können je nach Version und Betriebssystem leicht anders aussehen. Als Vorbild habe ich eine frische Windows Installation von Firefox 65.0 genommen.

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Erinnerungen an die Wüste

10 July, 2017 — Platschi

Sommer 2010. Es verspricht wieder ein verdammt sonniger, heißer Tag zu werden. Wir befinden uns in der Westsahara, am Ortsausgang von Boujdour, einem Kaff im Nirgendwo zwischen Dakhla und Laayoune.

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El Salvador

08 July, 2017 — Platschi
  • Antigua (Guatemala) - San Salvador (163.600 km)
  • San Salvador - Suchitoto - Leon (Nicaragua) (164.164 km)

Ungefähr drei Kilometer vor der salvadorianischen Grenze erlebten wir zum ersten Mal ein Phänomen, welches sich in Zentralamerika als solches wie eine Seuche von Grenzübergang zu Grenzübergang dahinziehen sollte.

Am rechten Straßenrand passierten wir gerade einige zu Kiosken umfunktionierte Hütten, welche hier traditionell mit schwarzen, zuckerhaltigen Brausegetränken und gelben Chipstüten bestückt sind, als ich beobachte, wie ein Passant begierig auf unser Nummernschild glotzt und wild mit den Armen beginnt zu wedeln. Ich winke ihm zu beim vorbeifahren, und sehe im Rückspiegel wie besagte Person auf das übel dahingeraffte Motorrad einer weiteren Person spring und die beiden uns hinterherfahren. Na super. Wir befinden uns ca. drei Kilometer vor der Grenze.

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Guatemala

12 April, 2017 — Platschi
  • Ixpanpajul - Rio Dulce (162.541 km)
  • Rio Dulce - Gas Station El Manatial KM37 (162.847 km)
  • El Manatial - Antigua (162.924 km)
  • Antiua - Volcano P - Antigua (163.036 km)
  • Antigua - Atitlan (163.178 km)
  • Atitlan - Antigua (163.319 km)
  • Antigua - San Salvador (163.600 km)

Der Norden Guatemalas ist hauptsächlich geprägt von Landwirtschaft. Kleine, verschlafene Käffer zieren die Hauptverkehrsstraße bis hin zu dem Ort Rio Dulce ("Süßer Fluß") am gleichnamigen Fluß.

Unser erster Eindruck von Guatemala war, dass es doch recht sauber ist. Die kleinen Dörfer rund um die Region Peten sahen arm, aber gepflegt aus, Bäume und Sträucher blühten an allen Ecken und Kanten. Die Straßenverhältnisse waren angenehm, nur

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Durch Mexiko und Belize

12 March, 2017 — Platschi
  • Kilometerstand Start: 161.656 km
  • Tag 1: Mexiko: Tulum, Bacalar, Santa Elena; Belize: Corozal, Orange Walk, Belmopan, Agua Viva (162,137 km)
  • Tag 2: Belize: Blue Hole Nationalpark, Armenia, San Ignacio, Benque Viejo del Carmen; Guatemala: Flores, Santa Ana (162,341 km)

Am Samstag, dem 25. Februar ging es endlich los. In der früh machten wir uns, zusammen mit Bruno und seiner Tochter im Auto, auf den Weg von Tulum nach Belize. Der Bundesstaat Quintana Roo in Mexiko war recht schnell durchquert, gibt es doch eine gemütliche Schnellstraße den gesamten Weg hinunter bis Chetumal. Die ersten rund 250 km waren schnell und unspektakulär gemeistert.

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On the road again

10 February, 2017 — Platschi

Nachdem wir es uns fast 3 Jahre in Uruguay sowie 1 Jahr in Mexiko gemütlich gemacht haben, geht es endlich wieder los auf die Straße. Da wir mittlerweile jedoch zu dritt sind, geht es diesmal nicht per Anhalter los, sondern haben wir die etwas bequemere Variante gewählt: Wir fahren mit unserem Auto nach Uruguay! Vamos Uruguay!

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Unterwegs in den Karpaten

22 October, 2015 — Platschi
Endlich. Mein Körper pumpt schon seit den frühen Morgenstunden Adrenalin im Eiltempo durch meinen Körper. Endlich. Die Grenze. (April 2015)

Gegen 1 Uhr Nachts wirft mich mein netter Reisebegleiter, der gerade von Dänemark in die Slowakei fuhr und mich kurz hinter Berlin bereits aufgegabelt hatte, in Kaschau (Košice) hinaus. Ein ordentlicher Lift, könnte man sagen, der mich von meiner eigentlich Route über Przemysl abgebracht hat um mal einen neuen Weg nach Moldawien auszuprobieren. Der Verkehr am Ortsausgang kommt zu dieser Uhrzeit völlig zum erliegen. Zwar rauscht ab und an ein Taxi an mir vorbei, dessen Fahrer mich aber freundlichst ignorieren. Die Straßenbeleuchtung ist optimal, eine geschlossene Tankstelle zu meiner Seite, über deren Gelände so gegen 3 Uhr dicke Ratten huschen. Gemütliche Atmosphäre zum Trampen, was will man mehr. Lohnt sich dann auch nicht, irgendwo eine Runde zu schlafen. Ach, natürlich. Kein Zelt dabei, keinen Schlafsack, man ist ja auf Kurzstrecke in die Republik Moldau unterwegs. Kurz nach 6 Uhr, eine gute Stunde nachdem die ersten Linienbusse mich passieren, explodiert das Verkehrsaufkommen dann plötzlich. Bis kurz nach 10 Uhr schlängele ich mich von Dorf zu Dorf, bis ich in einem alten Sprinter sitze, der mich in das gelobte Land chauffiert: Ab nach Uzhgorod!

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Sichere Kurzmitteilungen auf dem Smartphone: Signal

15 October, 2015 — Platschi

Nachdem ich mit einer kleinen Einführung in den Datenschutz begonnen habe, möchte ich mit einer Empfehlung für Chat bzw. Kurzmitteilungsdienste auf dem Smartphone beginnen.

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Einführung in den Datenschutz

11 October, 2015 — Platschi

Über die Jahre hinweg wurden Nerds belächelt, deren Theorien als paranoider Quatsch abgetan. Dieser Quatsch hat sich schlussendlich, spätestens seit Edward Snowden größtenteils für wahr herausgestellt. Kurzum: Geheimdienste und Staaten dieser Welt bauen seit Jahren eine weltweite Massen~~überwachung~~kontrolle auf, von der die Stasi zu Ihren besten Zeiten nicht einmal im Traum dran gedacht hätte.

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Querverweis: Das große Rennen von Beirut

11 June, 2015 — Platschi

Stefan, ein alter Hase der Sporttramperbewegung und Weggefährte per Anhalter auf diversen Kontinenten, betreibt seit geraumer Zeit seinen Warm Roads Blog. Kürzlich veröffentlichte er ein Résumé unseres ersten Gehversuches im Libanon anno 2008.

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Entre Lluvias

08 March, 2015 — Platschi

Klitschnass finden wir uns unter einer geräumigen Bushaltestelle wieder. Der Morgen begann mit einer Sintflut im Nacken - mit dem zusammengeknüllten Zelt unter den Armen - entlang des Fussweges wie aufgescheuchte Rehe spurtend. So also beginnt der zweite Tag damit, dass wir hungrig und völlig durchnäßt das Zelt zum trocknen unter einer Haltestelle aufhängen und unser Gepäck durchwühlen, in der Hoffnung dass mindestens das eine oder andere Kleidungsstück trocken geblieben ist. Als Sporttramper mit russischer Ausbildung kommt mir da glücklicherweise die gelehrte Kunst des Rucksack optimierens zugute, da die verschiedensten Utensilien im Rucksack fein säuberlich und größtenteils trocken in Plastiktüten verpackt und sortiert sind. Bei meinem spanischen Kollegen sieht dass leider ein wenig anders aus...

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Kalmückien

07 February, 2015 — Platschi

Unausweichlich breitet sich die Dunkelheit um uns herum aus. Unser Fahrer, ein junger Dagestane, fährt seit einer gefühlten Ewigkeit auf diese Straße, die aus dem Nichts zu kamen schien und ins Nichts zu führen scheint. Er ist ein junger, schnauzbärtiger Mann, der gerade die Familie in der fernen Republik Dagestan besuchen fährt. Seit Moskau ist er ununterbrochen auf den Straßen unterwegs, endlose Stunden auf grauenhaften Wegen durch die nimmer enden wollende Eurasische Steppe. Einzig das Fiepen der russischen Popsongs aus seinem an das Autoradio angeschlossenem USB-Stick bieten einige - wenn auch weniger angenehme - Abwechslung. Aufgegabelt hat er uns irgendwo bei Tambov, fast 500 km bevor Volgograd.

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Geschichten in Uruguay

07 October, 2014 — Platschi

Unser kleiner Winterausflug begann mit einem Pickup. Unser erster Lift innerhalb der Rambla von Punta del Este war ein junger Mann auf dem Weg zur Arbeit. Tristan hinten auf der Ladefläche, meineiner vorne mit dem Fahrer. Unser vorläufiges Ziel: Bolivien.

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Per Anhalter durch Uruguays Pampa

18 March, 2014 — Platschi

Die Welt, welche unsere Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten aufgebaut haben, und in der wir heute leben, könnte man mit wenigen Worten für jeden erkennbar wiedergeben: hektisch, stressig, laut. In den Niederlanden wird mitunter gerne auch der politisch nicht ganz korrekte Begriff "voll" hinzugezogen. Immer gibt es irgendetwas zu tun, Zeit zum innehalten hat man höchstens in den Sekunden vor dem Schlaf. Wenn überhaupt. Die Devise Schlafen kann man, wenn man tot ist ist bezeichnend für unser derzeitiges Treiben auf der Erde. In Uruguay scheint diese Devise jedoch unbekannt zu sein.

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Sonntage in Montevideo

05 December, 2013 — Platschi

Während die Sonne langsam hinter dem Rio de la Plata im Meer versinkt und die Abenddämmerung hereinbricht, spielt sich in Montevideo allsonntäglich ein für Auswärtige bemerkenswertes Ritual ab. Hier und dort sieht man in den südlichen Barrios (Stadtvierteln) Barrio Sur und Palermo eilig Männer und Frauen mit übergroßen Trommeln durch die Gegend brausen.

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Unterwegs in der Ukraine: Eine Hommage (Teil 3)

29 November, 2013 — Platschi

Im Herbst des Jahres 2009 überzogen die Klauen der im Volksmund als Schweinegrippe bekannten H1N1 Pandemie weite Teile der Erde. Vor allem hatte es - so propagierten uns einschlägige Medien - natürlich die Ukraine getroffen. Abgehalten von einer Reise in das Katastrophengebiet wurde man trotzdem nicht, und so machte ich mich zu eben jener Zeit abermals auf den Weg per Anhalter quer durch die Bundesrepublik Deutschland sowie das polnische Staatsgebiet in Richtung ukrainische Grenze. Abgesehen von den üblichen Regengüssen östlich von Wrocław (Breslau) verlief die Reise durch das Staatsgebiet der EU wie gewöhnlich relativ ereignislos.

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Unterwegs in der Ukraine: Eine Hommage (Teil 2)

14 November, 2013 — Platschi

Auf dem Weg von Deutschland in die Republik Moldau (und vice versa) kommt man in den Genuss, einen guten Teil der Strecke durch die Westukraine trampen zu dürfen. Auf einer dieser Touren war ich gerade auf dem Rückweg gen Deutschland, als ich in der Stadt Chortkiv gestrandet bin. Da das ukrainische Parlament gerade irgendwelche unpopulären Änderungen an den Renten vorgenommen hatte, kam es dort im Ortskern zu tumultartigen Szenen. Die Straßen vor einem wichtigem Gebäude waren mit alten Lada's verbarrikadiert, und eine größere Truppe Damen und Herren älteren Semesters äußerte lautstark ihre Unzufriedenheit.

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Unterwegs in der Ukraine: Eine Hommage (Teil 1)

11 November, 2013 — Platschi

Tief im Osten des europäischen Kontinentes schlummert irgendwo eine Nation, dessen Reputation und Bekanntheitsgrad sich im westlichen Selbstverständnis auf einige wenige, eher unangenehme Vorurteile stützt. Mafiöse Zustände, Kommunisten, Tschernobyl, russische Gasleitungen, ein prügelnder Klitschko im Parlament, bald vielleicht sogar Präsident. Wenig fällt einem sonst ein zu einem Land, dass meiner Ansicht nach nicht bloß irgendein hipper Geheimtipp ist, sondern eine wahre Perle im großen kulturellem Schatze Europas darstellt. Trotz allmählicher Annäherung an das homogene Geplärre westlicher Werte und Normen hat es die Ukraine bisher geschafft, eine Kultur zu bewahren, die es zu schätzen und zu lieben Wert ist.

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Der Pass der Stiere

04 May, 2013 — Platschi

In der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist häufig von einer Flucht des gemeinen Mobs, offiziell Bevölkerung genannt, vom platten Land in die Städte die Rede. Laut irgendwelcher Statistiken, gegeben dem Fall dass man diesen vertraut, wuchsen in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Städte dieses Planeten über ihre Maße hinaus zu Metropolen, während deren Hinterland meist menschenverlassen zurückbleibt.

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Unterwegs in Abchasien: Grenzübertritte

22 April, 2013 — Platschi

Die Abenddämmerung ist bereits auf dem Vormarsch, als wir nach einem langen Tag entlang der Serpentinenstraße zwischen Dzhubga und Sochi endlich in Adler ankommen. Unser letzter Fahrer lädt uns noch auf eine Spritztour entlang der Baustelle für die olympischen Winterspiele 2014 ein (über die miserablen Zustände dort berichten andere), ehe wir am südlichen Ende Russlands ankommen.

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Trampen in Uruguay

02 April, 2013 — Platschi

Als Anhalter ist es immer etwas besonderes, in einem neuen, unbekannten Land Fuß zu fassen und den Daumen zu recken. Wie werden die Menschen hier reagieren? Stimmt die Hitchwiki Bewertung? Komme ich heute noch irgendwo an?

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Per Anhalter von Lettgallen nach Moskau (des Nachts)

17 December, 2010 — Platschi

Zugegeben, nach drei gescheiterten Versuchen, an der lettisch-russischen Grenze des Nachts kurz nach Mitternacht per Anhalter gen Moskau bzw. Riga weiterzukommen, sollte man eigentlich zur Vernunft gekommen sein und es dann vielleicht doch lassen.

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Ao San Andrés de Teixido vai de morto, o que no foi de vivo

01 September, 2010 — Platschi

"Wer nicht als Lebender nach San Andrés pilgert, muss es als Toter tun" ...

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Per Anhalter in Spanien

31 August, 2010 — Platschi

Unter Spanien stelle ich mir riesige Kolonnen holländischer Touristen vor, die Jahr für Jahr von Juni bis September die Autobahnen gen Süden vollstopfen. Spanien; das ist...verdammt heiss. Wüstenähnliche Landschaften, sonst nicht viel. Trocken eben. Und ein paar Fußballverrückte vielleicht.

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Moskaus wunderschöne Märchenwelt

05 April, 2010 — Platschi

Mit Streichhölzern in den Augen und gemäßigter Geschwindigkeit bewegen wir uns gen frühlingshaftes Berlin. Die Abenddämmerung tritt gerade ein, da fragen mich meine drei Chauffeure, ob ich nicht ihr Vehikel steuern möge. Man sei noch übermüdet vom Vorabend, Party in Amsterdam, und dann auch noch Frühschoppen auf den ersten Kilometern bis zur deutschen Grenze. So stellt man sich einen Wochenendtrip nach Berlin vor. Gerne übernehme ich also das Steuer, und alsbald bewegen wir uns wie Sternenstaub der weiten Galaxien entlang der Warschauer Allee.

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Aller Anfang ist schwer...

28 August, 2009 — Platschi

Unser glorreicher Plan, die Nacht durchzumachen und am Morgen um 6 Uhr gen Autobahn aufzubrechen, scheiterte natürlich grandios. Zu Danken ist dies nicht zuletzt Veras leckerem Weinmix - heißer Rotwein mit Tee und Apfel.

Wie dem auch sei, um 10 Uhr weckte mich Kamiel - Niederländer ebenso auf dem Weg nach Moskau - enthusiastisch mit dem Gedanken, nun doch per Anhalter aufzubrechen. Innerlich hatte ich mich eigentlich schon auf Montag morgen eingestellt, aber wer weiß, wie weit wir heute dann nicht gekommen wären. Und schließlich hatte ich ihn ja überredet, statt mit der öden Bahn per Anhalter zu reisen. Entsprechender Müdigkeit ist es auch zu verdanken, dass wir statt fünf Minuten 30 auf den Trolleybus gewartet haben, da wir es nicht verstanden in den ersten einzusteigen, und alle ankommenden Minibusse schon so überfüllt waren, dass wir mit unseren Rucksäcken sicher nur für Unmut gesorgt hätten. Natürlich gibt es in Novosibirsk auch mehr als einen "Wagsal" - Bahnhof - und so fuhren wir erst quer mit der Metro durch die Stadt zum falschen, ehe wir dann gut eine Stunde später den richtigen Minibus am richtigen Bahnhof erwischten, der uns raus aus der Stadt zur sagenumwobenen Trampstelle brachte.

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Milano

15 May, 2006 — Platschi

Wir dachten uns ja, wir könnten uns in Ruhe in den Flur des Postellos legen, um dort zu nächtigen, da alle Betten belegt sind. Nach 5 Minuten wurden wir unsanft gestört und des Gebäudes verwiesen unter dem Vorwand, doch besser im Innenhof Rast zu machen. Gesagt, getan. Saßen wir also ca. bis um halb 6 im Innenhof, während sich einige Mitbürger mit den Veranstaltern kloppten, da diese die 5 Euro Eintritt für die Raggae-Band nicht blechen wollten. Dass ganze mit italienischem Temperament vermischt war ein sehr lustiger Anblick.

Als dann um halb 6 der letzte Rastafari Typ verschwunden war, durften wir uns im sicheren Innenhof auf den Bänken zur Rast legen.

3 Stunden hielt das ganze, bis wir dann duschen durften. Welch ein belebendes Gefühl, nach 48 Stunden mal kein Salzwasser am Körper zu spüren.

Im Postello

Den Rest des Tages verbrachten wir mehr oder weniger wach, sprich am äsen, im Schlossgarten/Park Mailands, bis uns dann die Hitze zu viel wurde und wir ins Haus geflüchtet sind, da die Sonne doch sehr arg auf unsere Sonnenbrand-gebeutelten Körper einschlug.

Anbei schaffen wir es, unsere Tagesrationen an Nahrungsmittel von Tag zu Tag zu minimieren, trotz alledem wird sogar unsere Pasta immer besser. Nun ist hier nebenan wieder der Bär los, sprich Elternabend für antifaschistische Jugendliche, die im Knast sitzen. Bis dahin, einen schönen Abend.

Ralf und Marc

Tags: deutsch, südeuropa, italien

Cinque Terre

12 May, 2006 — Platschi

Früh morgens um 9 Uhr, die Sonne ist aufgegangen, das Meer rauscht 10 Meter vor unseren Füßen gegen die Felsen, und auch sonst ist keine Menschenseele zu sehen.

Da in Manerola, dem vierten der fünf "Cinque Terre" Dörfer im selbstnamigen Nationalpark, die Jugendherberge leider bis Dienstag überfüllt gewesen ist, entschlossen wir uns abseits des Dorfes am Nationalpark-Wanderweg niederzulassen. Nach einigen Metern fanden wir ein entsprechenden Pier bzw eine kleine Anlegestelle. Dort war weit und breit nichts zu sehen außer den Bergen, dem Meer vor uns und einigen Kanus, die dort gelagert wurden.

Am heutigen Morgen machten wir uns dann auf die ersten vier Dörfer des Cinque Terre (von Dorf 4 zu 1, quasi) zu bewandern. Vor uns lag ein wundervoller, traumhafter Wanderweg der direkt am Meer, teilweise 10, teils 500 Meter direkt über dem Meer entlangführte und uns wundervolle Aussichten bescherte. Der erste Weg zum dritten Dorf war recht angenehm, einige Hügel hinauf und nicht sehr lang. Die Dörfer an sich lagen teils am Meer bzw Ufer, eines lag 10 Meter über dem Meeresspiegel direkt an eine Felswand gebaut. Echt geile Gegend. Nach diesem Dorf begannen dann unsere Qualen. Zum einen wurde die Hitze in Italien hier unerträglich, dann folgten auch noch die kleinen Wanderwege die kaum Platz für eine Nase boten, geschweige denn uns mit den schweren Rucksäcken im Gepäck. Dazu kamen dann die vielen Touristen, die uns entgegenkamen. Toll war es auch, das jeder der vorbeiging irgendwie in einem Mischmasch aus Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch begrüßt wurde.

Cinque Terre

Als wir dann nach gut 6 Stunden das erste bzw für uns letzte Dorf erreichten waren wir auch so am Ende, dass wir erst einmal 2 Stunden am Strand gepennt haben. Zum Glück hatten wir noch 2 kleine Brocken vom Frühstücksbaguette und ein halbes Glas Nutella dabei, welches dann gleichzeitig unser Abendessen darstellte.

Als es dann langsam dunkel wurde entschlossen wir spontan wieder zurück nach Mailand zu fahren und im Postello, das zwar ausgebucht ist heute, unterzukommen. Bis dahin. Grazie. Prego. Und so.

Tags: deutsch, südeuropa, italien